Eingliederungszuschüsse

Eingliederungszuschüsse (EGZ)
nach § 16 Abs. 1 SGB II in Verbindung mit §§ 88 ff. und 131 SGB III


Als Arbeitgeber können Sie Zuschüsse zum Arbeitsentgelt erhalten, sofern diese zur Integration eines Arbeitnehmers in den Arbeitsmarkt notwendig sind.
Eine besondere Notwendigkeit wäre z.B. dann gegeben, wenn Sie in den ersten Monaten der Neubeschäftigung mit einem ungewöhnlich hohen Zeit- und Personalaufwand bei der Einarbeitung und Anleitung des neuen Mitarbeiters rechnen müssen, um eine zu erwartende Minderleistung auszugleichen. Die Förderhöhe und die Förderdauer richten sich nach dem Umfang der Minderleistung und nach den jeweiligen Eingliederungserfordernissen.

Die wichtigsten Infos zu Förderdauer und -höhe auf einen Blick

  • Zuschuss bis zu 50 Prozent* des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts.
  • zusätzliche Übernahme eines pauschalierten Arbeitgeberanteils am Sozialversicherungsbeitrag mit 20 %.
  • Die Förderung kann bis zu zwölf Monate* erfolgen.
  • In der Regel ist der Arbeitgeber zu einer Nachbeschäftigung* über den Förderzeitraum hinaus verpflichtet.

*Diese Angaben beziehen sich auf den Regelfall. Für spezielle Personengruppen (z.B. Schwerbehinderte, Ältere) gelten zum Teil davon abweichende Regelungen. Nach Einzelfallprüfung ist hier eine höhere und längere Förderung möglich. In bestimmten Fällen entfällt zudem die Pflicht des Arbeitgebers zur Nachbeschäftigung.

Und ganz wichtig:


Sie als Arbeitgeber müssen den Antrag auf Eingliederungszuschuss vor der Arbeitsaufnahme stellen. Als erster Schritt reicht eine formlose, telefonische Benachrichtigung des Arbeitgeberservice .


Bitte beachten Sie!

Es besteht kein gesetzlicher Anspruch auf eine Förderung mit Eingliederungszuschüssen nach § 16 Abs. 1 SGB II in Verbindung mit §§ 88 ff. und 131 SGB III. Das Jobcenter prüft im Einzelfall, ob die Fördervoraussetzungen vorliegen und in welcher Höhe ggf. gefördert werden kann.